Erfahrungsberichte zu Systemischen Aufstellungen

Beispiel 1: Familiensystem - Sich in Verbindung mit der elterlichen Beziehung betrachten


Der Klient, (männlich, 50 J., Geschäftsführer) hat seine bereits verstorbenen (leiblichen) Eltern und sich aufgestellt, um so seine emotionale Wahrnehmung zu seinen Eltern zu betrachten.
Durch die Stellvertreter wurde schnell ersichtlich, dass der Klient eine Art Vermittlerposition in der elterlichen Beziehung eingenommen hatte. Der Klient fühlte sich zuständig im Raum der Eltern und vor allem der Mutter, die er sozusagen vor dem Vater "schützen" wollte. Diese für ein Kind belastenden Erlebnisse können sich z.B. später darauf auswirken, dass man starke Schuldgefühle hat, wenn man mal nicht hilft bzw. wenn man sich von einer destruktiven Beziehung lösen will. Das Streben nach Harmonie der elterlichen Beziehung projezierte sich auf verschiedene Lebenssituationen und andere Menschen - der Klient war mit diesen Gefühlen sehr vertraut.

Das Muster, sich Freunde, und Liebschaften zu suchen um die man sich kümmern muss, wirkte unterbewusst. Der Klient konnte so mit seinen "Freunden/Liebschaften" diese alte (ähnliche) Situation immer wieder erleben. Die Zuständigkeit für anderer Probleme kann jedoch sehr kräfteraubend sein und dazu führen dass man sich selbst nicht mehr um sich kümmert bzw. dass es ein anderer gar nicht will dass ihm geholfen wird. Dieser Automatismus wurde durch die Aufstellung offensichtlich und konnte erstmals durchbrochen werden.

 

Inneres Ausgangsbild

  • Irgendwann schaff ich es dass sich Mama und Papa vertragen
  • Ich muss mich um Mama kümmern
  • Mama ist schwach, ich bin für sie da
  • Wenn ich mich um Mama kümmere, bin ich wichtig / werde ich gesehen / geliebt.

Neues (Lösungs-)Bild

  • Mama und Papa sind altgenug - das sind Ihre Probleme und ich kann als Kind hier nichts ausrichten
  • Mama und Papa lieben mich auch wenn Sie sich streiten.
  • Ich habe keine Schuld.
  • Ich kann jetzt meinen Weg gehen, ohne mich dauernd um jemand kümmern zu müssen.
  • Eigenen Raum haben und sich nicht in Räumen anderer (Mutter/Vater) zuständig zu fühlen.

Animation der Aufstellung

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Aufstellung Ausgangsbild Familiensystem
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Beispiel 2: Organisationssystem - Spannungen zum Vorgesetzten lösen -
Teamaufstellung


Der Klient, (männlich, 30 J., Angestellter) hat seine Teammitglieder und sich aufgestellt. Er berichtet von einer sehr negativen Beziehung zu seinem Vorgesetzten und stellt diesen auch als Systemelement auf. 

 

Durch die Aufstellung wurde sichtbar das hier eine Verstrickung mit verschieden Familienschicksalen vorherrscht. Der Schutzmechanismus (Ablehnende Haltung/Verachtung ggü. Vorgesetzten) des  Klienten trat ein weil ihn der Vorgesetzte unterbewusst mit seinem Verhalten (Bietet keine Unterstütung / Hilfe an)  an ein altes übernommenes Trauma seiner Mutter erinnert hat. Trauma: Mutter hatte Motorradunfall und lag im Straßengraben. Kein Auto ist stehen geblieben um Ihr zu Helfen, obwohl Sie verletzt war (Niemand hilft mir!). Dieses belastende Gefühl wurde zur nächsten Generation (Sohn = Klient) übertragen.

 

Durch die Aufstellung konnte sichtbar gemacht werden dass das alte "übernommene" Traum nichts mit dem Vorgesetzten zu tun hat und es sich hier um zwei zu unterscheidende Situationen handelt. Durch die Aufstellung kann der Klient jetzt wieder auf einer Sachebene mit seinem Vorgesetzten sprechen und ist nicht mehr (unterbewusst) der starken emotionalen Reaktion durch das längst vergangene Trauma seiner Mutter ausgesetzt. 

 

Inneres Ausgangsbild

  • Teammitglieder
  • Vorgesetzter und Klient reagieren sehr negativ - wütend / verachtend aufeinander

Neues (Lösungs-)Bild

  • Übernommenes Trauma ist jetzt sichtbar.
  • Trauma wurde integriert - negative Emotionen wurden zugelassen
  • Verwechslung des Vorgesetzten mit Trauma deutlich gemacht

Animation der Aufstellung

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Aufstellung Ausgangsbild Organisationss
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Beispiel 3: Start up - Gründung ja oder nein?

In der Gründungsphase das Geschäftsmodell überprüfen

 

In einer Businessaufstellung wurde das Geschäftsmodell auf "Solidität" überprüft. Solidität bedeutete in diesem Kontext ob das Geschäftsmodell tragfähig genug wäre um davon Leben zu können. Einer (Fokus) der 3 möglichen Gründer Stellvertreter für das Geschäftsmodell, sich und die anderen beiden Gründer und Gründerinnen und die einen Stellvertreter für die möglichen Kunden aus. Nachdem das System aufgestellt war wurden die Einzelnen Personen befragt bezüglich Ihrer Wahrnehmung zu den anderen Stellvertretern.

 

Die drei Gründer Innen standen solide hinter dem Geschäftsmodell in einer Blickrichtung zu den Kunden. Die Kunden waren interessiert weil das Geschäftsmodell so präsent vor Ihnen Stand, gestärkt von den 3 Gründern die hinter dem Geschäftsmodell stehen. Bei der Befragung des Geschäftsmodells und der Kunden wurde offensichtlich dass keiner der beiden Elemente recht wusste was das Geschäftmodell ist. Der Aufstellende und die anderen echten Gründer hatten immer wieder die Möglichkeit Ihre Repräsentanten oder Systemelemente zu befragen. So wurde z.B. die Frage gestellt welche besonderen Fähigkeiten die einzelnen Gründer mitbringen. Dabei berichteten die Stellvertreter welche Spezialkenntnisse sie besitzen und wie sie sich Ihre zukünftige Rolle im Unternehmen vorstellen. Es wurden hier die komplemänteren Teamressourcen und das funktionieren als Team deutlich.

 

Nun wurden die echten Gründer in die Aufstellung geholt und tauschten den Platz mit den zugehörigen Stellvertretern. Alle fühlten sich gut auf Ihren Platz. So wurde nach gegenseitigem Einverständnis die Aufstellung beendet. Die Außenperspektive brachte Ihnen die Erkenntnis das Sie das Gescchäftsmodell noch genauer definieren müssen und Ihre zuvor genannten Ressourcen für Ihr Unternehmensziel. Nachdem Sie in der Aufstellung standen konnten Sie selbst noch das positive Gefühl zu Ihrer Geschäftsidee und Ihren Ressourcen wahrnehmen.

 

In einem Feedbackgespräch wurden die Erkenntnisse aus der Aufstellung mit den anderen Teilnehmern und den Aufstellungsleitern von Move Forward beredet.

 

Es ergab sich weiterer Beratungsbedarf für das Gründerteam.

 

Move Forward bietet hier z.B. als Follow Up Workshops für Organisationsentwicklung mit systemischen Aufstellungen an. Gründungsberatung und Businessplanung aus der systemischen Sichtweise entwickeln sind u.a. die Expertisé von Move Forward. Erfahren Sie mehr zu Businessaufstellungen, Move Forward und unseren Abendseminar zu Systemischen Businessaufstellungen.

 

 

Animation der Aufstellung


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Beispiel 3: Die richtige Entscheidungen Treffen - Herz, Kopf, Bauch befragen - Blockaden lösen - Ressourcen verankern.